derietdekker

Natuurlijk goed....

Brandbekämpfung

2005 ist ein Produkt auf dem Markt erschienen, das die strengen Anforderungen der neuen Brandschutznormen mit Bezug auf Flugfeuer erfüllt, wie sie im Bauerlass und der Muster-Bauverordnung für die niederländischen Gemeinden festgelegt sind. Es handelt sich um eine Löschanlage, die beim Ausbruch eines Feuers für einen Wasserfilm auf dem Reetdach sorgt, durch den ein eventueller Reetdachbrand schon im Keim erstickt wird. Dieses System hat den Vorteil, dass es nur mit Wasser arbeitet.

Bauliche Ausführung
Die Löschanlage besteht aus einem Leitungssystem, durch das Löschwasser unter Druck zu den Sprühköpfen geleitet wird. Die Feststellung eines Brandes erfolgt automatisch mit Hilfe von Flammendetektoren. Diese sind so empfindlich, dass sie eine Flamme in der Größe eines Feuerzeugs auf sieben Meter Entfernung wahrnehmen. Die Steuerung erfolgt mit einem Minicomputer (sog. PLC-Einheit — Programmable Logic Controller).

In dem Moment, in dem ein Flammendetektor eine Flamme entdeckt, öffnet die PLC-Einheit automatisch das Wasserventil für den betreffenden Bereich des Reetdachs. Gleichzeitig wird ein akustisches und optisches Signal ausgegeben. Binnen weniger Sekunden nach der Entdeckung der Flamme durch einen Detektor erreicht das Wasser die Sprühköpfe. Diese vernebeln das Wasser direkt unterhalb des Dachfirstes, sodass ein Film abfließenden Wassers auf dem Dach entsteht.

Die Flammen werden innerhalb weniger Minuten gelöscht. Danach schließt sich das Zuflussventil, und das System wird entwässert. Das System wird dann automatisch neu gestartet, es bleibt aber eine Meldung auf dem Bildschirm zurück, sodass Sie als Kunde wissen, dass das System ausgelöst worden ist. Nach einer Kontrolle und einem Neustart durch den Installateur kehrt das System wieder in den anfänglichen Betriebszustand zurück.

Es gibt verschiedene Methoden, einen Brand auf einem Reetdach zu vermeiden und zu bekämpfen.

Eine Entwicklung, die in hohem Maß zur Reduzierung der Brandgefahr beigetragen hat, ist die Entwicklung des Schraubdachs. Bei diesem Dach wird das Reet direkt auf einem geschlossenen Untergrund angebracht. Es befindet sich also kein Luftspalt oder anderer offener Raum mehr unter dem Reet. Dadurch ist es nicht mehr möglich, dass Sauerstoff von innen her zugeführt und durch einen Brandherd auf dem Dach angesaugt wird. Ein eventuellerBrand im Reetdach bricht daher nicht als offenes Feuer aus, sondern das Reet schwelt nur oder das Feuer erlischt sogar von selbst.

Diese Konstruktion ist nicht mehr offen für Wind und Zug, vielmehr ist das Dach — bei fachgerechter Ausführung — eine geschlossene Konstruktion. Um noch mehr Brandsicherheit zu erzielen, z.B. eine bestimmte Brandwiderstandsfrist auch bei einem Brand von innen her, kann ein Schraubdach auf Steinwollplatten mit nachgewiesener Brandwiderstandsfähigkeit montiert werden. Wir liefern auch feuerhemmende Dachplatten.

Bei den Imprägnierungen hat in den letzten 15 Jahren eine bedeutende Weiterentwicklung stattgefunden, die zu einer neuen Generation feuerhemmender Mittel geführt hat: Diese haben eine gute feuerhemmende Wirkung und sind für das Reet nicht schädlich, wenn sie richtig (also nicht zu dick) aufgetragen werden. Die Imprägnierung wird nach dem Decken des Dachs aufgebracht (gespritzt). Zwar ist keine Imprägnierung in der Lage, ein Reetdach feuerbeständig zu machen, aber sie kann einen Brand im Reet erfolgreich verzögern. Eine dritte Möglichkeit, den Anforderungen des Bauerlasses zu genügen, ist das Installieren einer zugelassenen Sprinkleranlage. Das führt dazu, dass die Feuerlöschanlage ausgelöst wird, sobald eine Flamme entdeckt wird, eventuell begleitet von einer Meldung an die Feuerwehr.

Eine vierte Möglichkeit ist das Lightspeed-Brandmeldesystem, das außen am Dach angebracht wird. Auf und am Reetdach wird eine Kunststoffleitung befestigt, durch die ein Lichtsignal gesendet wird. Im Brandfall schmilzt diese Leitung, und das Lichtsignal wird unterbrochen. Der Empfänger löst daraufhin einen Alarm aus. Im Haus ist dann eine laute Sirene zu hören. Danach kann sofort eine Meldung an eine Meldezentrale versandt werden, die die Feuerwehr informieren kann. Das System ist vollständig wetterfest und kann einfach angebracht werden, auch auf vorhandenen Dächern.

Die Anwendung einer der vorgenannten Methoden (Sprinkleranlage, feuerhemmende Imprägnierung, geschlossene Konstruktion oder Brandmeldeanlage) führt dazu, dass man sich bedeutend sicherer fühlt. Die Kosten für die Versicherung sind danach genau so hoch wie bei einem Ziegeldach.

Artikel 2.85 des Bauerlasses regelt, dass ein Dach nicht feuergefährdet sein darf, wenn das Gebäude innerhalb eines Bereichs von 15 Metern bis zur Grundstücksgrenze liegt. Derzeit gibt es drei Möglichkeiten, diese Anforderung zu erfüllen:

  • Bauen nach der Anforderung der Gleichwertigkeit; 
  • Anwendung eines sorgfältig ausgewählten feuerhemmenden Mittels oder 
  • Installation einer zugelassenen Sprinkleranlage; 
  • Ein Reetdach, das mit einer der vorgenannten Lösungen ausgestattet ist, erfüllt diese Anforderung. 
  • Keine Gemeinde in den Niederlanden kann für ein so gebautes Reetdach die Baugenehmigung aus technischen Gründen verweigern.

Imprägnieren eines Reetdachs
Feuerhemmende Imprägnierungsmittel sind Coatings, durch die das Reet feuerhemmend gemacht wird. Zwar ist keine Imprägnierung in der Lage, ein Reetdach feuerbeständig zu machen, aber sie kann einen Brand im Reet erfolgreich verzögern. Ein Neubau, der innerhalb eines Bereichs von 15 Metern bis zur Grundstücksgrenze liegt, darf gemäß NEN 6063 kein brennbares Reetdach haben. Der Bauherr muss dies nachweisen können. In der niederländischen Norm NEN 6063 wird eine Prüfmethode beschrieben, mit der ermittelt werden kann, ob ein Dach feuergefährdet ist oder nicht (die sog. Flugfeuer-Probe).

Ein normales Reetdach mit offener oder geschlossener Konstruktion besteht diese Probe nicht. Ein Reetdach, das mit einem feuerhemmenden Imprägnierungsmittel behandelt wurde, besteht diese Probe jedoch und ist somit eine „feuerbeständige“ Dacheindeckung im Sinne des Gesetzes. Es gibt derzeit drei Reetdach-Imprägnierungsmittel, die vom TNO (niederlänidsches Institut für angewandte naturwissenschaftliche Forschung) zu diesem Zweck geprüft und für gut befunden wurden (Stand: 1. Mai 2009).